Traumatisierte Menschen professionell begleiten im Kontext von Flucht und Ankommen können...

Traumatisierte Menschen professionell begleiten im Kontext von Flucht und Ankommen können...

Praxisorientierte Zusatzqualifikation

Traumazentrierte Fachberatung mit dem Schwerpunkt Traumapädagogik

basierend auf dem Curriculum des DeGPT (Deutsche Gesellschaft für Psychotraumatologie) und dem Fachverband Traumapädagogik e.V.

Start: 19.09.2019 | Einstieg möglich bis 24.10.2019!

Möchten Sie in Ihrem Tätigkeitsfeld Menschen professionell begleiten und mögliche Traumatisierungen erkennen und adäquat darauf reagieren können?
Dann erhalten Sie in dieser Weiterbildung die nötigen Kenntnisse, die Ihnen den Umgang mit traumatisierten Menschen erleichtert und es Ihnen ermöglicht, professionell Hilfestellung zu geben.

Sie erlernen die Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumapädagogik und die nötigen Handlungskompetenzen, um traumatisierten Menschen professionell zu begegnen und ihnen Orientierung und Handlungsmöglichkeiten zu geben.

Zielgruppe

Diese Weiterbildung bietet Ihnen die Möglichkeit den ersten Schritt in Richtung Ihrer neuen professionellen Zukunft zu gehen. Sie ist geeignet für Menschen, die beruflich mit traumatisierten u.a. zugewanderten Menschen Kontakt haben und sie begleiten. Sie erlernen Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumapädagogik, so dass Sie diesen Menschen Orientierung und Handlungsmöglichkeiten geben können.

Sie richtet sich an Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Ausbildung in sozialen Berufen, z.B., Dipl.-Pädagog*innen, Dipl. Sozialarbeiter*innen, Dipl.- Sozialpädagog*innen, Dipl.-Heilpäda gog*innen, Beratungslehrer*innen, Dipl.-Psycholog*innen und Ärzt*innen oder analogen Abschlüssen. Weiter
Personen mit abgeschlossener Berufsausbildung (Fachschulen) in sozialen oder erzieherischen Berufen (z.B. Erzieher*in, Pflegefachkraft, Ergotherapeut*in, Logopäd*in) u.ä..

Inhalt

Die Inhalte der Weiterbildung basieren auf dem Curriculum für den Abschluss „Traumapädagogik/Traumatisierte Fachberatung mit dem Schwerpunkt Traumapädagogik“ des DeGPT (Deutsche Gesellschaft für Psychotraumatologie) und dem Fachverband Traumapädagogik e.V.
Dieses Curriculum finden Sie auf der Homepage des DeGPT hier:

Die Weiterbildung gliedert sich in 7 Blockveranstaltungen am Wochenende und 6 Supervisionsabende.

Inhalte der 7 Blöcke:

Block I
Einführung in die Psychotraumatologie

• Traumamodell (Janet)
• Freud (Ätiologie der Hysterie versus "Ödipus-Komplex")
• Unterscheidung Traumapädagogik, Traumatherapie, Traumaberatung
• Verschiedene Zielgruppen traumazentrierter Arbeit
• Institutionen und Netzwerke
• Traumadefinitionen
• PTBS, komplexe versus multiple Traumatisierung
• Neurobiologie des Traumas
• Therapiephasen, neue Forschungsergebnisse
• Behandlungsverfahren: EMDR, Brainspotting, Ego-State-Therapie
• DBT und Skills
• Suizidalität


Block II
Zentrale Aspekte traumasensibler Arbeit

• Grundlagen der systemisch-traumazentrierten Beratung
• Wertschätzung als Spektrum
• „Die Lösung im Problem“ oder „alles hat seinen Grund“
• Fragende Haltung
• Zusammenhang von Emotionen und Bedürfnissen (GfK)
• Ressourcenrad/Rad der Einflüsse (Satir)
• Trauma als kreative Lösung des Organismus
• Trauma, Defensivsystem, Toleranzfenster
• Kontingenzmanagement/Selbstmanagement
• Übung der positiven Verstärkung
• Achtsamkeitsübung
• Wege der Deeskalationen in bedrohlichen Situationen /Umgang mit Täter*innenkontakt
• Berufsrolle als Handlungsrahmen
• Biografisches als Teil der Berufsrolle


Block III
Praxis und Reflektion

• Auseinandersetzung mit eigener Traumatisierung
• Stärkung eigener Resilienzfaktoren
• Dimensionen des sicheren Ortes (Baierl)
• Selbsterfahrung
• Kreativer Zugang
• Verarbeitungsmodalitäten
• Würdigung individueller Lösungsansätze
• Neue Wege


Block IV
Stabilisierung

• Umgang mit Triggern
• Selbstermächtigung, Selbstfürsorge im Alltag
• Veränderung dysfunktionaler Kognitionen
• Gute Objekte der Vergangenheit
• Techniken der Stabilisierung
• Toleranzfenster, Defensivsystem
• Einweisung und institutionelle Sicherung

Gesetzliche Grundlagen im Kontext von Gewalt und Traumatisierung:

• Rechtliche Position von Opfern von Gewalt, Folter und Verfolgung
• Gewaltfreie Erziehung (BGB) / Kinderrechte / Kindeswohl und KWG
• Ansprüche prüfen, haben und erheben (Rente, Schmerzensgeld, Anerkennung Opferstatus)
• Regionales & Überregionales Netzwerk von Beratungsstellen und Ansprechpartnern
• Exemplarische Fallverläufe vor Gericht
• Opferschutz bei Gerichtsverfahren


Block V
Unterstützung und Begleitung spontaner Traumaverarbeitungsprozesse

• Praktische Wege der Sicherung
• Strukturierter und grenzachtender Umgang (u.a. Täterkontakt)
• Traumazentrierte Handlungsfelder (Abgrenzung): Pädagogik, Beratung, Pflege, Therapie
• Fallbezug
• Traumapädagogisches Grenzbewusstsein (Abgrenzung, ambulante und stationäre Settings)
• Gestaltung sicherer Orte
• Dissoziationsstopp
• Notfallkoffer
• Bildschirmtechnik
• Tresorübung
• Rituale für Trauer, Abschied und Rückgabe
• Geschichtlicher Überblick: Von der Reformpädagogik über die Mileutherapie zu traumapädagogischen Ansätzen
• Traumazentrierte Pädagogik
• Wege zur Selbstbemächtigung und Selbstermächtigung von traumatisierten Klienten
• Sichere Orte
• Traumapädagogische Handlungsfelder: Wohngruppe, Schule, Unterkunft, Familie, Pflegefamilie
• Sicherheit und Zuverlässigkeit und Beteiligung als pädagogische Handlungsbasis
• Stoppsignale
• Transparente Gestaltung von Regelwerken
• Gewaltfreiheit als Handlungsbasis
• Bindungsmodell (Bowlby & Ainsworth)
• Bindungsabwertende und bindungsverstrickte Kommunikation (Schleiffer)
• Umgang mit Doublebinds als Trauma bedingtes Kommunikationsmuster


Block VI
Traumapädagogik

• Beziehungsdynamiken
• Übertragung/Gegenübertragung
• Re-Inszenierung
• Formen von Dissoziation
• Dissoziationsstopps
• Möglichkeiten der Psychoedukation
• Trauma als systemimmanenten Faktor verstehen
• Konstruktive Grenzziehung und eindeutige Kommunikation als pädagogische Intervention (Eindeutigkeit versus Doublebind)
• Teamrollen /Teamdynamik und deren Reflexion im Kontext von Trauma bedingten Verhaltensweisen
• Resilienz und Resilienzfaktoren/Stärkung von Resilienzfaktoren
• Übungen zur Achtsamkeit


Block VII
Fall- und Projektpräsentationen, Supervision

Das Infoblatt zur Weiterbildung finden sie hier

Termine
Block 1
Supervision 1

19.09. - 21.09.2019
01.10.2019

Block 2
Supervision 2

24.10. - 26.10.2019
05.11.2019

Block 3
Supervision 3

21.11. - 23.11. 2019
03.12.2019

Block 4
Supervision 4

16.01. - 18.01.2020
18.01.2020

Block 5
Supervision 5

13.02. - 15.02.2020
25.02.2020

Block 6
Supervision 6

19.03. - 21.03.2020
31.03.2020

Block 7

 

23.04. - 25.04.2020

 

Zeiten

 
   
Blockseminar:  
Donnerstags 17.00   – 20.30 Uhr
Freitags 09.00   – 17.00 Uhr
Samstags 09.00   – 17.00 Uhr
   
Supervisionsabend: 17.30   – 20.40 Uhr

 

Kosten

Die gesamte Weiterbildung (Theoretischer Unterricht und Supervision, 164 UEs) kostet 2.980,- EUR inkl. MwSt.

Ratenzahlung ohne Aufpreis nach Absprache möglich.

Abschluss / Zertifikat

Sie erhalten bei erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat der GIS-Akademie mit dem Titel
„Traumapädagogik/Traumatisierte Fachberatung mit dem Schwerpunkt Traumapädagogik“.

Fördermöglichkeiten

Wir beraten Sie gerne dazu – bitte rufen Sie uns an!
Anerkannt als Bildungsurlaub.

Sie sind interessiert?

Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail oder telefonisch unter 040 303 931 23, wir freuen uns auf Sie.
Für Ihre Anmeldung können Sie das hier hinterlegte Formular nutzen.

Wir sind ein seit 1999 tätiger Weiterbildungsträger und nach SGB III/AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) zertifiziertes Bildungsinstitut der beruflichen Bildung.

Wir stehen für eine praxisorientierte Weiterbildung und setzen daher nur Dozenten/Innen ein, die nachweislich mehrere Jahre in der beruflichen Weiterbildung tätig sind und über eigene fachliche Praxiserfahrung verfügen.

Durch die Praxisnähe unserer Weiterbildung und das begleitende, individuelle Karrierecoaching in diesem Zeitraum erzielen wir mit den Teilnehmern eine Vermittlungsquote bis zu 80%.

Zusätzlich stehen wir in regem Austausch mit Unternehmen und fachlichen Kooperationspartnern und unterstützen die Vermittlung von Arbeitslosen in Zusammenarbeit mit der Argentur für Arbeit durch geförderte Weiterbildungen.

 

Ihre Ansprechpartnerin

Ihre Ansprechpartnerin

Weiterbildungsassistenz

Gabriele Schulze

Ihr Dozent

Ihr Dozent

Dipl. Pädagoge
Systemischer Psychotherapeut (HPG)

Volkmar Suhr

Ihre Dozentin

Ihre Dozentin

Gestalttherapeutin (DVG, BAPt, ECP)
Heilpraktikerin für Psychotherapie (HeilprG)

Cornelia Schrader

Veranstaltungsort

GIS-Akademie GbR
Gotenstraße 14
20097 Hamburg

Telefon: +49 40 303 931 23
Telefax: +49 40 303 931 24

E-Mail: info@gis-akademie.de