Kleine Übungen zur Selbstfürsorge im Beratungsalltag
Praxis-Tipp
1. Kurz-Check nach einem Gespräch (2 Minuten)
Nimm dir nach einer Sitzung einen Moment Zeit und frage dich:
Was fühle ich gerade?
Ist dieses Gefühl neu oder kenne ich es aus anderen Kontexten?
Gehört es eher zu mir – oder könnte es zum inneren Erleben meines Gegenübers passen?
Allein dieses bewusste Innehalten hilft, emotionale Übernahmen zu lösen.
2. Körperliche Abgrenzung bewusst herstellen
Stell dir im Stehen oder Sitzen vor, du trittst innerlich einen kleinen Schritt zurück. Spüre deine Füße auf dem Boden und richte deine Aufmerksamkeit auf deine Körpermitte.
Diese kurze körperliche Intervention unterstützt dich dabei, wieder bei dir selbst anzukommen – besonders nach emotional dichten Gesprächen.
3. Der innere Satz zur Rollenklärung
Formuliere innerlich einen Satz wie:
„Ich begleite – ich trage nicht.“
oder
„Ich bin verantwortlich für den Prozess, nicht für das Leben meines Gegenübers.“
Solche inneren Markierungen helfen, professionelle Grenzen zu wahren und dich innerlich zu entlasten.
Hast du eigene Übungen zur Selbstfürsorge?
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